Öko und Fair

Umwelt
Wir beziehen unsere Textilien von Herstellern,deren Produkte ohne Chemikalien, ohne genmanipuliertem Saatgut und ohne verschwenderischer Bewässerung hergestellt wurden.

Baumwolle, aus Ihr werden die meisten unserer Bekleidungsartikel hergestellt, in denen wir uns jeden Tag wohlfühlen und die uns ein Gefühl von Schutz vermitteln. Doch wenn wir uns die Produktion von Baumwolle genauer anschauen, eröffnet sich uns ein ganz anderes Bild.

Etwa 25% der weltweit versprühten Pestizide werden auf Baumwollplantagen eingesetzt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich etwa 20.000 Feldarbeiter durch Unfälle mit Pflanzenschutzmittel.

Nur 0,7 Prozent der jährlich produzierten Baumwolle (circa 26 Millionen Tonnen) wird unter ökologischer Kriterien angebaut. Zu diesem Bruchteil gehören unsere ausgewählten Lieferanten. Geschützt werden dadurch das Trinkwasser, die Böden und die ökologischen Lebensräume der Menschen, die vom Anbau und der Weiterverarbeitung leben.

Hier werden keine Produkte mit genmanipuliertem Samen zum Anbau verwendet. Regenwasser bewässert die Baumwollfelder. Die Naturpflanze wächst ohne den Einsatz von Spritzmittel heran und schont somit die Umwelt. Die benötigte Energie wird teilweise durch regenerativen Stromerzeugung gewonnen.

Gesundheit
Warum also sollten wir auch bei der Kleidung, die wir täglich auf unserer Haut tragen, Abstriche machen? Wir garantierten ihnen  Textilien, die umweltschonend hergestellt wurden.

Die von uns angebotenen Textilien verringern das Risiko für allergische Reizungen.

Individuelles Design, moderne Schnitte und eine vielfältige Farbauswahl bieten wir Ihnen an, NUR mit dem Unterschied, dass unsere Produkte auf schädliche und gefährliche Pflanzenschutzmittel verzichten.

Formaldehyd ist eine Substanz, die die Mode-Industrie gegen Beulen in Textilien eingesetzt wird. Ein keineswegs ungefährlicher chemischer Helfer: Die „Internationale Agentur für Krebsforschung“ (IARC) der WHO stufte die Chemikalie im Jahr 2004 als „krebserregend für den Menschen“ ein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin entdeckte: Feldarbeiter, die dem Stoff ausgesetzt sind, haben eine erhöhte Sterblichkeit. Gefahr droht durch hochgefährliche Tumore im Nasen-Rachenraum.

Beruhigt durchatmen können dagegen unsere Kunden, denn wir führen Textilien ohne Verwendung von gesundheitsschädlichen Stoffen. Unsere Lieferanten garantieren ein Verzicht auf Formaldehyd, Ferbizide, Herbizide oder andere Kunstdünger. Das bedeutet: Unsere Textilien sind mit keinem Giftstoff in Berührung gekommen. Mit biologischer Schädlingsbekämpfung, Düngern aus Mist, Gülle und Pflanzenresten und schonender Verarbeitung gedeiht die Bio Baumwolle unter dem Muster altbewährter und traditioneller Anbautechnik.

Wir von Printworks wollen unsere Verantwortung als modernes Unternehmen in einer global-vernetzten Welt gerecht werden.

Wir beziehen unsere  T-Shirts nur von Lieferanten die unter gerechten Arbeitsbedingungen produzieren lassen – mit fairen und festen Löhnen für alle.

Vom Feld bis zur Näherei. Kinderarbeit ist unter dieser Richtlinie streng verboten. Sichergestellt wird dies von zertifizierten und international abgesicherten Verträgen.

Gerechtigkeit ist für uns keine hohle Phrase. Daher möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, wie konventionelle Mode von der Stange die Lebensqualität der Arbeiter in den Baumwollplantagen gefährden kann. Mit unseren Textilpartner gewährleisten wir Ihnen, dass jedes einzelne T-Shirt unter einem abgesicherten Qualitätsstandard fair und menschenwürdig produziert wird, sozial und gerecht.

Daher freuen wir uns Ihnen diese Textilien zur Veredlung anzubieten zu können und stehen Ihnen für alle Fragen gerne zur Verfügung.

 

 

Hier Informationen von den Verbänden mit den jeweiligen Gütesiegeln:

 

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Global Organic Textile Standard (GOTS)

GOTS wurde vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft (IVN) zusammen mit der Soil Association (SA) aus England, der Organic Trade Association (OTA) aus den USA und der Japan Organic Cotton Association (JOCA) entwickelt. Neben dem ökologischen Anbau werden auch alle weiteren Produktionsschritte berücksichtigt. Es gibt zwei Qualitätsstufen bei der Vergabe des GOTS-Siegels. Aus mindestens 90 % Naturfasern muss ein Kleidungsstück bestehen, außer bei Sportbekleidung. Hier dürfen bis zu 25 % synthetische Fasern eingesetzt werden. Doch insgesamt sind 70% der Fasern aus Bio-Anbau ein festgelegtes Minimum. Zudem ist geregelt, wie die Fasern weiterverarbeitet werden dürfen. Das gewährleistet, dass eine mögliche Schadstoffbelastung im Endprodukt so gering wie möglich ist. Auch soziale Mindeststandards, die regelmäßig überprüft werden, sind Teil des GOTS. Die Liste zugelassener Farben und Hilfsmittel ist knapp, Ausnahmen sind aber erlaubt: Bei den schwermetallhaltigen Farben darf Kupfer eingesetzt werden. Die Veredelung von Baumwollgarnen mit Natronlauge zur Erhöhung des Glanzes ist bei GOTS erlaubt. Auch optische Aufheller sind zugelassen. Bei Accessoires sind Einlagen, Stickgarne oder Bänder aus Viskose erlaubt, müssen nicht unbedingt aus Naturfasern bestehen. Auch Knöpfe aus Kunststoff dürfen beispielsweise eingesetzt werden. Mittlerweile können bereits mehr als 2.700 Unternehmen ihre Kollektionen mit dem GOTS-Siegel im internationalen Handel anbieten.

 

 

Organic Content Standard   Organic Content Standard 100

Standardinhaber und Beteiligte: 
Textile Exchange (TE)
Der amerikanische Verband Textile Exchange ist neben dem Content Claim Standard (CCS) und dem Global Recycling Stndard (GRS) auch Inhaber des Organic Content Standard (OCS). Als Standardinhaber ist TE für die Standardentwicklung verantwortlich.
NEU: Der OCS ist nicht mehr nur auf Baumwolle begrenzt, sondern lässt jegliche biologisch zertifizierten Naturmaterialen zu. Er vereint den OE 100 und OE Blended in einen einzigen Standard und ergänzt diese durch weitere Naturfasern. Es wird weiterhin zwei Kennzeichnungsmöglichkeiten geben, abhängig vom Anteil an Biomaterial im Endprodukt und davon, ob das Produkt mit dem konventionell angebauten Material gemischt wurde. Durch die Möglichkeit außer Baumwolle auch andere zertifizierte Bio-Materialien einsetzen zu können, wird der OCS eine deutlich breitere Anwendung als die OE-Standards finden.

Klassifizierung:
Instiutionell, unhabhäniges Umweltlabel (Produktionsökologie nur bedingt, da nur auf Faserzertifizierung basierend). Warenflusszertifizierung (Chain of Custody Certification).
Typ A, Typ I
Ziel, Hintergrundinformationen:
Der OCS basiert auf den Anforderungen des Content Claim Standards (CCS), in dem eine Warenflusskontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette gefordert wird (= Chain of Custody Certification). Der OCS dient demnach zur Überwachung und Überprüfung der Inhalte von biologisch angebauten Materialien in einem Endprodukt. Der Organic Content Standard setzt sowohl auf den Einsatz von Bio-Naturfasern als auch auf den Einsatz von Bio-Naturfasern als Beimischung. Bei dem Standard geht es darum die Nachvollziebarkeit des Bio-Naturfasereinsatzes zu gewährleisten und Kontaminationen zu vermeiden. Nicht relevant sind hingegen Anforderungen an Produktionsprozesse, Chemikalien und Sozialverträglichkeit.

Ziel ist ein Greenwashing zu verhindern, in dem die Warenflusszertifizierung und Warenflusszertifikate über die gesamte Wertschöpfungskette gefordert sind. Das OCS 100/blended-Label ist ein Umweltlabel, auch wenn es mit Produktionsökologie in der Textilverarbeitung nichts zu tun hat. Die Zertifizierung gemäß dem OCS dient als Einstieg in den Bio-Textilbereich, um in einem nächsten Schritt die GOTS-Zertifzierung zu erreichen. Natürlich kann auch die Kombination beider Zertifizierungen -GOTS und OCS- genutzt werden.

Kennzeichnung:
Die zwei OCS-Label dürfen nur nach erfolgreicher unabhängiger und lückenloser Zertifizierung über die gesamte Wertschöpfungskette verwendet werden.
Zulässig ist die Kennzeichnung für Garne, Stoffe oder fertige textile Produkte, die aus mindestens 5 % bis 100% kbA/kbt Fasern also Bio-Materialien bestehen. D.h. auch die Kennzeichnung von Zwischenprodukten ist möglich. Es gibt die zwei Label-Abstufungen OCS 100 und OSC blended.
OCS 100 Logo:
„made with/contains 100% organically grown material“ (100% kba/kbt Material) und „made with/contains organically grown material“ (mind. 95% kbA/kbt Fasern).
OCS blended Logo:
„Made with/contains X % organically grown material“ (wenn ein Minimum von 5% kbA/kbt Material enthalten ist).
Geltungsbereich:
Produkte aus Bio-Naturfaser und Bio-Naturfaser in Umstellung, sowie Produkte aus Fasermischungen mit den Bio-Naturfasern zu mind. 5 %.

Regelbereich:
Der OCS 100/blended fordert den Einsatz von kba/kbt-Naturfasern zu einem bestimmten Prozentsatz (95-100 % bei OCS 100 bzw. mindestens 5 % bei OCS blended). Der Standard schreibt eine transparente, nachvollziehbare Dokumentation, Separation, eindeutige Identifikation bezüglich des Einsatzes von Bio-Naturfasern vor. Der Einsatz der Bio-Fasern(selbst als Beimischung von geringen Anteilen) muss über alle Produktionsschritte, vom Spinnen über Weben, Stricken, auch dem Färben, Veredeln und Konfektionieren durch eine Warenflusszertifizierung sichergestellt werden. Es gibt keine Kriterien bezüglich Verarbeitung, Chemikalieneinsatz oder sozialer Aspekte.

Absicherungssystem / Konformitätsprüfung:
Gefordert wird eine unabhängige 3rd-Party Zertifizierung.
Kontrolliert und zertifiziert wird der quantitative Warenfluss, Separation und Identifikation durch jährliche Betriebsinspektionen in allen involvierten Firmen Vorort. Als Nachweis werden neben den Betriebszertifikaten für jede Warenbewegung sog. Warenbegleitzertifikate (transaction certicates) gefordert. Die Zertifizierung kann nur durch zugelassene Zertifizierungsstellen erfolgen.

Märkte:
Textile Exchange hat ca. 250 Mitgliedsfirmen und über 1000 Firmen wurden bereits gemäß dem OE Standard 100/blended zertifiziert, welche dann künftig eine OCS-Zertifizierung erhalten. Lieferanten der Bio-Produkte von H&M, C&A, Marks and Spencer und vielen anderen großen bekannten Anbietern sind nach den Standards von Textile Exchange zertifiziert, auch wenn die Produkte selbst nicht immer mit dem jeweiligen Standard-Logos gekennzeichnet sind, sondern mit den firmeneigenen Labeln.

 

fairwear

Die Fair Wear Foundation (FWF)

Die Fair Wear Foundation (FWF) ist eine europäische Initiative, die sich für
die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie einsetzt. Die FWF überprüft als unabhängige Stelle, ob ihre Mitgliederfirmen und deren Produzenten den Verhaltenskodex einhalten. Mitglieder der FWF verpflichten sich zur Einhaltung der folgenden international akzeptierten Arbeitsstandards:
• Frei gewählte Arbeit
• Keine Diskriminierung
• Keine Kinderarbeit
• Versammlungsfreiheit und Recht auf kollektive Verhandlungen
• Existenzsichernde Löhne
• Keine überlangen Arbeitszeiten
• Sichere und gesunde Arbeitsumgebung
• Rechtsverbindliches Arbeitsverhältnis
Ende 2010 sind 65 Textilunternehmen Mitglieder der FWF, unter anderem Stanley& Stella, Earth Positive, nakedgreen von der Firma nakedshirt, Continental Clothting, Salvage.

 

 

ökotex100

Ökotex

Unter dem Label Öko-Tex werden insgesamt drei Arten von Zertifikaten vergeben, die zum Teil nicht als „Bio-Label“ bezeichnet werden können. Das bisher häufigste, der Öko-Tex Standard 100, zertifiziert ausschließlich die Schadstoffarmut des gekauften textilen Produktes. Über die sonstigen Herstellungsbedingungen und die Produktion der Rohstoffe wird keine Aussage gemacht. Es ist also kein „Bio-Label“ wie bei Bio-Lebensmitteln. Je nach Einsatzzweck des konkreten Produktes variieren die im Standard gerade noch erlaubten Rückstände bestimmter bedenklicher Stoffe. Je enger der Hautkontakt ist, desto niedriger sind die Grenzwerte; einige Stoffe dürfen gar nicht verwendet werden bzw. nicht nachweisbar sein. Es kommt durchaus vor, dass Herstellern das Zertifikat entzogen wird, weil bei einer Produktkontrolle doch wieder zu viel Schadstoffe entdeckt wurden. Einerseits zeigt das, dass durchaus Kontrollen stattfinden. Es bleibt aber immer der ungute Beigeschmack: Wieviele Produkte wurden nicht entdeckt, die das Label eigentlich auch nicht mehr tragen dürften? Wer sich selbst informieren will, welche Zertifkate entzogen wurden, kann auf der Webseite zum Öko-Tex Standard 100 unter „Zertifizierte Artikel -> Entzogene Zertifikate“ nachschauen. Beim Öko-Tex Standard 1000 wird dagegen die Fabrikationsstätte als umweltfreundlich zertifiziert. Auch gewisse arbeitsrechtliche Mindeststandards müssen erfüllt werden. Zusätzlich muss gelten, dass mindestens 30% der produzierten Produkte nach Öko-Tex Standard 100 geprüft werden. Schließlich kann ein Produkt den Öko-Tex Standard 100plus verliehen bekommen, wenn sowohl alle an der Herstellung beteiligten Produktionsstätten nach Öko-Tex Standard 1000 zertifiziert sind und das Produkt selbst den Öko-Tex Standard 100 erfüllt. Auch bei Öko-Tex Standard 100plus kann man aber im Vergleich zu anderen Zertifikaten (Fairtrade, Naturtextil) von schwächeren Anforderungen sprechen.

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